11/17/2021 | Nachrichten | Referat Soziales Engagement

Corona-Krise erschwert Hilfe

HZB zieht bei Mitgliederversammlung Bilanz

Trotz rückläufiger Behandlungszahlen wegen der Corona-Krise zieht das Hilfswerk Zahnmedizin Bayern (HZB) ein positives Jahresfazit und setzt auf Kontinuität im Vorstandsgremium. Bei der Mitgliederversammlung am 23. September 2021 im „Haus der Bayerischen Zahnärzte“ wurde der Vorsitzende Dr. Martin Schubert in seinem Amt bestätigt.

Wie andere Hilfsorganisationen musste auch das HZB erhebliche Einschränkungen durch die Corona-Pandemie hinnehmen. Eine Umfrage unter den bayerischen Hilfswerken zur Arbeit unter Pandemie-Bedingungen ergab vor allem folgende Schwierigkeiten:

  • Die Arbeit der im Ausland tätigen Hilfswerke ist fast zum Erliegen gekommen. Aufgrund vielfältiger Reisebeschränkungen konnte vor Ort meist nur ein notdürftiger Betrieb mit angelernten Ortsansässigen aufrechterhalten werden.
  • Im Inland gab es vor allem zu Beginn der Corona-Pandemie Probleme wegen fehlender Schutzausrüstung.
  • Da lange kein Impfstoff gegen Covid-19 zur Verfügung stand und die in der HZB-Praxis im Münchner Malteser-Haus ehrenamtlich tätigen Zahnärzte größtenteils zur Hochrisikogruppe zählen, musste die Einrichtung wie viele andere Projekte in Deutschland im Frühjahr 2020 vor übergehend geschlossen werden.

Rückläufige Patientenzahlen

Die Patientenzahlen der Einstuhlpraxis in München gingen 2020 deutlich zurück. Diese Entwicklung ist vor allem auf die erschwerten Einreisebedingungen von Migranten und Zeitarbeitern zurückzuführen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 348 Schmerzpatienten behandelt – Folgetermine nicht mitgezählt. Größtenteils kamen die Patienten aus Zentraleuropa, aber auch aus Asien, Afrika oder Lateinamerika. Rund 20 Prozent der Praxisbesucher waren Einheimische.

Das vor zehn Jahren unter der Schirmherrschaft der Bayerischen Landeszahnärztekammer ins Leben gerufene Hilfswerk umfasst derzeit 40 Zahnarztpraxen aus ganz Bayern, die bereit sind, gelegentlich nichtversicherte Patienten zu behandeln. Die kirchlichen Straßenambulanzen Ingolstadt, Nürnberg und Würzburg unterhalten ihrerseits ein gesondertes Netzwerk an Zahnärzten und stehen ebenfalls für Behandlungen bereit.

Durch die jährliche finanzielle Unterstützung der Stadt München konnte der Verein wieder einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen. Allerdings hat die Zahl der Mitglieder ebenso wie die der aktiven Behandler in der Münchner Praxis abgenommen. Aus diesem Grund will das Hilfswerk seine Öffentlichkeitsarbeit weiter ausbauen. Zu den wichtigsten verwaltungstechnischen Projekten im Berichtszeitraum gehörten die Aktualisierung des praxisinternen QM-Systems und die Mitarbeiterkoordinierung im Zuge der Einführung einer neuen EDV.

Kontinuität im Vorstand

Neben dem wiedergewählten Vorsitzenden Dr. Martin Schubert, der gleichzeitig auch Referent Soziales Engagement der BLZK ist, gehören dem neuen HZB-Vorstand folgende Mitglieder an: Wolfgang Voß (1. stellvertretender Vorsitzender), Dr. Tilmann Haass
(2. stellvertretender Vorsitzender), Dr. Maria Haass (Schatzmeisterin) und Dr. Wolfgang Kronseder (Schriftführer). Zu Rechnungsprüfern wurden Dr. Dorothea Schmidt und
Dr. Andreas Moser gewählt.

Machen Sie mit!

Sie können sich vorstellen, Patienten einmal im Monat in der Praxis des HZB im Münchner Malteser-Haus oder etwa zwei- bis dreimal pro Jahr in Ihrer eigenen Praxis ehrenamtlich zu behandeln? Dann melden Sie sich gerne beim Hilfswerk Zahnmedizin Bayern.

Telefon: 089 230211-364
E-Mail: hzbayern@blzk.de

Unterstützen können Sie die Hilfsorganisation auch durch Spenden oder eine Fördermitgliedschaft. Ausführliche Informationen über das HZB finden Sie im Internet:

www.hilfswerk-zahnmedizin-bayern.de

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