11/02/2021 | Nachrichten | BLZK

Starthilfe für junge Zahnärztinnen und Zahnärzte

Ratgeber „Schritte in das zahnärztliche Berufsleben“

Der zahnärztliche Nachwuchs ist gesichert. Im Jahr 2020 haben sich erneut 2230 Studierende an Universitäten für das Fach Zahnmedizin eingeschrieben. Und die Zahl der Approbationen erreichte ein Jahr zuvor bundesweit mit 2463 einen neuen Höchststand. Doch wie geht es nach dem Studium weiter? Welche berufliche Laufbahn ist erstrebenswert?

Spätestens mit dem Erhalt der Approbation muss sich jede Zahnärztin und jeder Zahnarzt Gedanken machen, wie die künftige Berufsausübung konkret aussehen kann.
Der Ratgeber „Schritte in das zahnärztliche Berufsleben“, in einer erweiterten Ausgabe herausgegeben von Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung (KZBV), will hier Unterstützung leisten. Die Broschüre bietet unter anderem einen Überblick über die Bereiche Praxisgründung, Berufsrecht, Praxisführung, Arbeiten im zahnärztlichen Team, QM und Abrechnung mit den dazugehörigen wichtigsten gesetzlichen Regelungen.

Am Anfang des Ratgebers stehen jedoch einige grundsätzliche Überlegungen zum Berufsstart.

In fester Anstellung oder eigener Praxis?

Eine kürzlich veröffentlichte Studie des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ) hat einmal mehr belegt, dass sich über die Hälfte der jungen Zahnärztinnen und Zahnärzte bei der langfristigen Karriereplanung eher in der eigenen Niederlassung sehen als im Angestelltenverhältnis. Allerdings nehmen sich die jungen Kolleginnen und Kollegen für den Weg in die Selbstständigkeit mehr Zeit als vorherige Generationen.

Anstellung

Viele nutzen die Anstellung zunächst für die weitere berufliche Orientierung. Sie bilden sich intensiv fort oder streben nach der Vorbereitungszeit eine mögliche fachzahnärztliche Weiterbildung an, beispielsweise im Bereich Oralchirurgie oder Kieferorthopädie.

Die Anstellung bietet zunächst einige Vorteile:

  • Geregelte Arbeitszeiten
  • Bessere Work-Life-Balance
  • Festes Gehalt
  • Keinerlei finanzielles Risiko

Allerdings gibt es bei dem Berufsmodell auch kaum Möglichkeiten, auf die Praxisführung Einfluss zu nehmen. Eine Umsatzbeteiligung am finanziellen Erfolg einer gut geführten Praxis ist nicht oder nur geringfügig möglich. Viele Zahnärztinnen und Zahnärzte entscheiden sich daher langfristig für den Weg in die eigene Praxis.

Einzelpraxis, BAG oder Praxisgemeinschaft?

Auch hier bieten sich unterschiedliche Optionen – je nachdem, welche Praxisform gewählt wird. Dabei gibt es nicht den einen richtigen Weg. Vielmehr gilt es, die Wahl an den eigenen Bedürfnissen und persönlichen Einstellungen zu orientieren.

Einzelpraxis

  • Treffen sämtlicher Entscheidungen
  • Größter Spielraum bezüglich Gestaltungsmöglichkeiten und beruflicher Selbstverwirklichung

Berufsausübungsgemeinschaft (BAG)

  • Bedingte Freiheit, da Abstimmung
  • Akzeptanz von Mehrheitsentscheidungen
  • Teilen von Ressourcen wie Personal oder Einrichtung
  • Aufrechterhaltung des Betriebs durch gegenseitige Vertretung (bei Urlaub/Krankheit)

Praxisgemeinschaft

  • Art Mischform zwischen Einzelpraxis und BAG
  • Getrennte Einzelpraxen, häufig in den gleichen Räumlichkeiten
  • Teilen gewisser Sach- und Personalmittel

Erfolgreiche Planung durch kompetente Beratung

Ganz egal, welches Modell gewählt wird, entscheidend für den Erfolg ist stets eine gute Vorbereitung und Planung.

Zentrum für Existenzgründer und Praxisberatung (ZEP)

Bei Fragen rund um die Existenzgründung wie auch den Einstieg in eine BAG oder Praxisgemeinschaft bietet das von der BLZK gegründete ZEP eine professionelle, individuelle und vor allem unabhängige Beratung. Inhalte sind unter anderem die Praxisplanung, beispielsweise zu Räumen, Ausstattung oder Technik, rechtliche und steuerliche Aspekte sowie die Erarbeitung eines Zeitplans. Kontaktdaten kompetenter Ansprechpartner aus dem Beraternetzwerk von BLZK und KZVB ergänzen das Angebot.

www.blzk.de/zep

Kursprogramm Betriebswirtschaft der eazf

Darüber hinaus bietet auch die eazf, die Fortbildungsakademie der BLZK, ein breit angelegtes Angebot rund um das Praxismanagement. Das Kursprogramm Betriebswirtschaft wurde eigens für die Anforderungen der Zahnarztpraxis konzipiert und vermittelt Kenntnisse für die freiberufliche und unternehmerische Tätigkeit. Im Rahmen von Praxis-Checks und Praxistrainings analysieren qualifizierte Fachkräfte die aktuelle Situation einer Praxis und geben gezielte Empfehlungen, um das „Projekt Praxis“ zum Erfolg zu führen.

Kursprogramm Betriebswirtschaft – eazf.de


Quelle: BZBplus 11/2021, S. 16-17

Schritte in das zahnärztliche Berufsleben

Schritte in das zahnärztliche Berufsleben – Ein Ratgeber für junge Zahnärztinnen und Zahnärzte, BZÄK und KZVB

Ein Ratgeber für junge Zahnärztinnen und Zahnärzte

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Unternehmen Zahnarztpraxis

Teil 1: Praxisfinanzierung, Businessplan und Fördermöglichkeiten
BZB 4/2021, S. 32-34


Teil 2: Tipps aus dem Steuerrecht
BZB 5/2021, S. 31-33


Teil 3: Unternehmerische Steuerungsinstrumente
BZB 6/2021, S. 34-36


Teil 4: Liquidität, Rentabilität und Umsatz
BZB 10/2021, S. 26-28

Junge Zahnärztinnen und -ärzte

Junge Zahnärztinnen und -ärzte

Berufsbild - Patientenversorgung - Standespolitik

Dr. Nele Kettler

www.idz.institute

ZEP-Faltblatt

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