09/20/2021 | Nachrichten | Referat Freie Berufe und Europa

Studie zur zahnmedizinischen Ausbildung

Bei einem Online-Workshop wurden die ersten Ergebnisse einer Studie zum Stand der zahnmedizinischen Ausbildung in der EU vorgestellt, die die Generaldirektion Binnenmarkt der EU-Kommission im Sommer 2019 ausgeschrieben hatte. Mit der Studie soll untersucht werden, inwieweit die in der Berufsanerkennungsrichtlinie festgelegten Mindestvorgaben für die Ausbildung von Zahnärztinnen und Zahnärzten, die im Kern aus den 1970er-Jahren stammen und die Grundlage für eine automatische Anerkennung bilden, modernisierungsbedürftig sind.

Für die Studie wurden Befragungen an Universitäten und bei zahnärztlichen Verbänden in allen 27 EU Mitgliedsstaaten durchgeführt. Die Autoren empfehlen, Implantologie, Alterszahnheilkunde, interprofessionelle kollaborative Versorgung, regenerative Medizin, öffentliche Zahngesundheit, Praxismanagement, Genetik und Immunologie, regenerative Zahnmedizin sowie die bislang völlig in der Ausbildung vernachlässigte Digitalisierung der Zahnmedizin in die zahnmedizinische Fächerliste der Berufsanerkennungsrichtlinie neu aufzunehmen. Diese Fächer sind in der Mehrzahl der EU-Staaten bereits anerkannter Teil der Ausbildung. Welche Empfehlungen die EU-Kommission aufgreifen wird, ist noch offen.


Quelle: BZB 9/2021, S. 25

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